Abenteuer Kunstausstellung

Abenteuer Kunstausstellung

Wir alle kennen die Neugier als das Verlangen, Neues zu entdecken und zu erfahren, als den Antrieb, hinter die Dinge zu schauen und neue Welten zu erkunden, als Wissensdurst, als die buchstäbliche Gier nach Wissen, gepaart mit der Bereitschaft, sich überraschen zu lassen, zu staunen, sich auf Neues einzulassen und zu lernen. Die Neugier ist daher auch ein zentraler Impulsgeber für die Wissenschaften und Künste und damit ein entschiedener Wegbereiter der Moderne. Längst haben wir dabei aber auch die Problematik des Neuen erkannt, die Krise der Selbstgewissheit und Fortschrittssicherheit spiegelt sich in der veränderten Einschätzung des Neuen. Der blinde Fortschrittsglaube wird schon lange hinterfragt. Was aber immer bleibt ist die treibende Kraft der Neugier zur Entdeckung, Bewertung und Bewältigung des Neuen. Neugier wird damit zu einer Metapher für die Zukunft, zu einem Credo für die Überwindung der Angst vor dem Fremden und Unvertrauten. Neugier ist damit Zuversicht und animiert, Dinge anders zu betrachten. Kunst befördert und beflügelt die Neugier. Lassen wir uns darauf ein!“ (http://www.kv-lenggries.de)

 

„Schau hin!“ – diese Aufforderung, der Untertitel der diesjährigen Ausstellung der Künstlervereinigung Lenggries, hören die Schülerinnen beinahe wie ein Mantra, wenn sie aufgefordert sind, sich zeichnerisch mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. So kamen denn auch die Klassen 9 a und 9 b in den Genuss einer Führung im Pfarrheim, um sich mit den dort gezeigten modernen Kunstwerken zu beschäftigen. Ecki Kober und Jürgen Dreistein – beides Mitglieder der Künstlervereinigung – gaben einen Überblick und standen für Fragen zur Verfügung. Drucke, Collagen, Objekte, Gemälde, Zeichnungen und Photographien konnten auf ihre Wirkung untersucht werden, wobei die Werke unterschiedliche Reaktionen hervorriefen. So wurden die großformatigen Zeichnungen des Grafikers Jürgen Dreistein oder die Objektbilder von Andrea Mähner wegen der peniblen und teilweise mathematisch korrekten Ausführung geschätzt. Verschiedenste Materialien fanden Verwendung und am Ende blieben dann die Fragen: „Woher stammen die Igelstacheln?“ und „Welche Katze hat ihre Schnurrhaare für das Objekt geopfert?“ *

Richard Schürger

 

Nachtrag: * Die Stacheln stammten von einem überfahrenen Igel und die Schnurrhaare wurden über einen längeren Zeitraum gesammelt.

 

      

    Geometrische Figurenobjekte von Andrea Mähner

 

 

 

 

 

 

 

Assemblagen aus Papier von Paula-Jiun No

 

 

 

Fotos von Dr. Günter Unbescheid

Ausschnitt einer Zeichnung von J. Dreistein

 

 

 

 

 

 

 

Zur Newsübersicht