Auf den Spuren der Römer

Die Klasse 5A im Schullandheim in Regensburg

Schon im Mittelalter war Regensburg eine blühende Stadt, die eine wichtige Rolle in ganz Europa spielte. Mittlerweile ist die Landeshauptstadt der Oberpfalz vielleicht nicht mehr ganz so bedeutend, aber trotzdem immer noch wunderschön und so Grund genug für uns dorthin ins Schullandheim zu fahren. Wir, die Klasse 5A mit Frau Müller und Herrn Moubayed, begaben uns deshalb gemeinsam mit der Klasse 6C und Frau Mayer und Herrn Rauch mit dem Bus auf die Reise, um das heutige sowie das mittelalterliche Regensburg kennenzulernen.

Nach der Zimmeraufteilung in der Jugendherberge machten wir uns gleich auf, um die Stadt zu erkunden. Davor hatten wir aber noch eine wichtige Verabredung an der Steinernen Brücke, auf die wir uns alle freuten: Frau Koller kam extra nach Regensburg, um uns ihren kleinen Sohn Lukas zu zeigen! So konnten wir Neuigkeiten austauschen, ratschen und natürlich Lukas gebührend bewundern! Am Nachmittag bekamen wir dann eine Stadtführung durch die Altstadt und erhielten so einen Eindruck von der Stadt. Die mittelalterlichen Fachwerkhäuser und Gassen sowie die Sage zur Steinernen Brücke faszinierten uns besonders. Aber auch im Dom St. Peter verbrachten wir viel Zeit und bewunderten zum Beispiel die hängende Orgel, die Steinkanzel und die bunten Glasmalereien in den Fenstern.

Am nächsten Tag erkundeten wir den beeindruckenden Dom noch einmal ausgiebig von außen. An einer Seite dieses gotischen Bauwerks entdeckten wir eine Ausgrabungsstelle, in der gerade zwei Archäologen dabei waren, ein menschliches Skelett, das im Zuge der Verlegung von Wasserleitungen entdeckt wurde, freizulegen. Wir erfuhren, dass vor hunderten von Jahren Menschen am Fuße des Doms beerdigt wurden. Um mehr über die damalige Zeit zu erfahren, wurde das Skelett deshalb vorsichtig von den beiden Experten ausgegraben. Nach einiger Zeit mussten wir uns dann aber losreißen, denn wir hatten ein paar Meter weiter schon den nächsten Termin. Wir statteten der Dombauhütte einen Besuch ab! Dort erzählte uns ein Steinmetz von seiner Arbeit und wir konnten einen Einblick in die Arbeit dieser Handwerker gewinnen, die noch überwiegend mit denselben alten Werkzeugen arbeiten wie noch vor hunderten von Jahren. Die Steinmetze restaurieren den Dom und stellen zum Beispiel in der Dombauhütte neue, kunstvoll verzierte Steinblöcke her, um sie später gegen kaputte Steinblöcke auszutauschen. Das ist aber nicht nur aus optischen Gründen wichtig, sondern dient vor allem auch der Sicherheit. Denn es sollen natürlich keine Gesteinsbrocken hinunter fallen und womöglich Menschen gefährden. Am Ende durften wir sogar noch auf den stufenlosen, gewendelten Eselsturm, der früher zum Transport von Baumaterialien verwendet wurde. Von diesem hatten wir eine tolle Aussicht über Regensburg! Nach dem Mittagessen und einer kleinen Shoppingtour ging es nachmittags nochmal zur Donau. Oder besser gesagt auf die Donau! Wir fuhren nämlich mit dem Schiff zur Gedenkstätte Walhalla, welche einst König Ludwig I in Auftrag gegeben hat. Dort angekommen, erklommen wir die 358 Treppen (wir haben sie sicherheitshalber noch einmal nachgezählt: Es sind wirklich 358 Treppen!) und bewunderten im Inneren des Gebäudes die vielen Büsten großer deutscher Persönlichkeiten. Den letzten gemeinsamen Abend ließen wir dann gemütlich mit Kartenspielen und Kickern ausklingen.

Am dritten Tag traten wir mit vielen tollen Erlebnissen und schönen Erinnerungen im Gepäck die Heimreise nach Lenggries an, wo wir schon freudig von den Eltern und Geschwistern erwartet wurden.

 

Natalie Müller

 

 

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