Französisch ist mehr!

Unter diesem Motto wurde auf Schloss Hohenburg auch in diesem Schuljahr anlässlich des Jahrestages der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags wieder der deutsch-französische Tag gefeiert. Nachdem der 22. Januar auf einen Sonntag fiel, wurde von der Fachschaftsleitung des Gymnasiums und der Realschule,
Frau Kersting und Frau Peuker, der 31. Januar als Termin gewählt.

 

Die Französisch-Schülerinnen der Realschule informierten in der 3. Stunde diejenigen Schülerinnen, die kurz vor der Wahl dieser Fremdsprache stehen, über die vielfältigen Vorzüge des Erlernens der Partnersprache.

Zum einen wurde die Historie kurz beleuchtet und erklärt: Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer besiegelten am 22.01.1963 die deutsch-französische Freundschaft. Es sollte insbesondere der kulturelle Austausch zwischen Jugendlichen ermöglicht werden, denn Sprache verbindet und stärkt gerade in unserer heute so bewegten Zeit das europäische Bewusstsein. Frankreich und Deutschland verbindet eine bewegte Geschichte. Somit schuf dieses denkwürdige Datum den Grundstein für die historische Aussöhnung beider Länder.

Inzwischen ist Frankreich einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands und bietet jungen Leuten attraktive Arbeitsplätze in einem internationalen Umfeld. Nach über 50 Jahren intensiver Freundschaft haben beide Länder eine Vielzahl von deutsch-französischen Begegnungsmöglichkeiten entwickelt.

Zum anderen wurden einige wesentliche Vorteile des Erwerbs der französischen Sprache dargestellt:

  • Im Rahmen der Abschlussprüfung kann ein internationales Sprachdiplom für Französisch erworben werden, das sog. „DELF“, welches den Jugendlichen viele Türen in das Berufsleben öffnet.
  • Mit dem Nachweis der geforderten Kenntnisse einer zweiten Fremdsprache (vier Jahre erfolgreicher Französischunterricht) kann man sowohl an der BOS als auch an der FOS das allgemeinbildende Abitur erwerben.
  • Beim Übertritt von der Realschule an das Gymnasium nach der 10. Klasse muss man hinsichtlich der 2. Fremdsprache nicht bei Null beginnen, sondern bringt bereits fundierte Französischkenntnisse mit.
  • Sprachkenntnisse in Französisch erleichtern den Erwerb einer weiteren romanischen Sprache (z.B. Italienisch oder Spanisch).

Zu guter Letzt präsentierten die Schülerinnen der Klassen 7b, 8c und 9c der Realschule in den Klassen 6a, 6b und 6c ihr Können durch Begrüßungsdialoge oder unterschiedliche Arten von Ratespielen und Darbietung von Chansons. Inspiriert durch Filme wie „Die fabelhafte Welt der Amelie“ oder „Ziemlich beste Freunde“ sowie Hits, die auch in Deutschland immer wieder die Charts stürmen, z.B. „Avenir“ von der französischen Sängerin Louane kreierten die „élèves franҫaises“ der MRS spannende Anreize für die sich in der Entscheidungsphase befindenden Sechstklässler.

Schülerinnen des Gymnasiums und der Realschule sorgten an unterschiedlichen „Locations“ für kulinarische Genüsse. Die Abschlussklasse 10c der Realschule organisierte in altbewährter Tradition den Pausenverkauf „à la franҫaise“ mit allerlei Leckereien. Ein großes Lob an die hervorragende Organisation! Jeweils zwei Schülerinnen der Klasse 10c besuchten in den letzten 10 Minuten der 3. Stunde die Sechstklässler, um auf alle möglichen und „unmöglichen“ Fragen Rede und Antwort zu stehen.

Unsere Mädchen haben wieder einmal gezeigt, wie wichtig Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen ist, denn Sprachkenntnisse erweitern den Horizont und fördern Toleranz und Offenheit. Vielen Dank an die Protagonisten unserer Französischklassen. Weiterhin viel Freude beim Erlernen dieser schönen Sprache!
Ebenso möchte ich mich bei meinen Fachkollegen bedanken, die durch ihr Engagement bei der Durchführung des „journée franco-allemande“ einen wesentlichen Beitrag geleistet haben.

B. Peuker

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