TIAEYEST – Wieder um einige Erfahrungen reicher

In der vergangenen Woche hat die Realschule Hohenburg zum wiederholten Mal Raum geboten für internationale Begegnungen von Jugendlichen.

Im Rahmen des Erasmus+ Programmes sind 19 Schüler und Schülerinnen mit 8 Begleitlehrkräften aus der Türkei, Spanien und Rumänien in Lenggries zu Gast gewesen. Um den ausländischen Schülern das oberbayrische Alltagsleben hautnah zu veranschaulichen, wurden diese in Familien der Hohenburger Schülerinnen aufgenommen. Diese haben ihre Austauschpartner mit in den Unterricht genommen, haben sie in die bayrische Küche eingeführt und gemeinsam mit ihnen einen Song geschrieben (tiaeyest.weebly.com).

Mit der Unterstützung von Erwin Gaulhofer und der Schloßweps’n Musi ist vor allem dieses Projekt zu einem bewegenden Erlebnis internationaler Schülerbegegnung geworden.

Weitere Höhepunkte waren der gemeinsame Besuch des Freilichtmuseums Glentleiten, die Jugendführung durch die BMW-Welt sowie die Vorführung der physikalischen Experimente im Deutschen Museum. Besonderen Spaß hatten die Schüler und auch die Lehrer bei einer Diskoveranstaltung in Reichersbeuern.

 

Im Mittelpunkt des Schüleraustausches stand in diesem Herbst die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Thema ‚Bullying and Segregation‘, zu welchem jede Nationalität ein Storytelling auf die Bühne gebracht hat. Dazu wählten die Schüler konkrete Szenen aus ihrem Schulalltag, in denen Mitschüler bewusst aus der Klassengemeinschaft ausgegrenzt werden, sei es ein negativer Kommentar über soziale Medien, die absichtliche Beleidigung einzelner Mitschüler aufgrund ihrer Herkunft, ihres Kleidungsstils, ihrer persönlichen Gewohnheiten oder tatsächliche körperliche Übergriffe.

Durch die bewusste Auseinandersetzung mit diesen brandaktuellen und gesellschaftskritischen Themen ist den Schülern die Brisanz von ‚Bullying and Segregation‘ in besonderer Weise vor Augen geführt worden. Daher stand für alle Umsetzungen die schlussendliche Versöhnung außer Frage.

Zur weiteren Intensivierung der internationalen Wahrnehmung von gesellschaftsrelevanten Themen ist für den kommenden April eine weitere Begegnung in Spanien vorgesehen.

Dr. Claudia Bock, Christina Weber

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