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Ausbildungsmesse AMH

Ausbildung und Berufswahl im Blickpunkt

Über 2000 Buben wie Mädchen aus der ganzen Region nahmen das Angebot auf der diesjährigen Ausbildungsmesse in der Mädchenrealschule an. Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber und Werner Weindl, Bürgermeister in Lenggries sowie Konrad Huber vom Kultusministerium bedankten sich bei den Organisatoren für das überdurchschnittlich hohe Engagement der Schule für die Region. Heidi Zacher, 2. im Weltcup und deutsche Meisterin im Skicross stand für Autogramme zur Verfügung und gab Auskunft zum Thema Leistungssport. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier vom dem Blasorchester der 6ten Klassen - „Schlosswepsenmusi“, unter der Leitung von Frau Katharina Weber.

„Damit wir uns mit den Berufen auseinandersetzen“, Anni Gerg aus der 7a der Mädchenrealschule sah den Sinn hinter dem Arbeitsauftrag, den alle Schülerinnen der Mädchenrealschule für den Messebesuch von den Lehrern bekamen. Mindestens 4 Berufsausbildungswege sollten sie sich selbständig erarbeiten. Zweck des Auftrags war, die Schülerinnen auf die 340 unterschiedlichen Ausbildungsberufe, die es in Deutschland gibt aufmerksam zu machen. Otto Ziegler und Johannes Jodlbauer schufen die richtigen Rahmenbedingungen für diese Schulstunde und luden 52 Ausbildungsbetriebe, das Arbeitsamt und weiterführende Schulen nach Hohenburg ein. Die Turnhalle verwandelten die Organisatoren in ein Event für 14-18jährige. Heinz Gascha ist diese Messe sehr wichtig, „denn die Wahl einer guten und der individuellen Begabungen entsprechenden Ausbildung ist eine zentrale Weichenstellung auf dem Weg in ein erfolgreiches Berufsleben.“

Die wichtigen drei Ws im Leben, da waren sich alle eingeladenen Gäste auf der Messe einig, ist die Frage, was will ich werden? Regierungsdirektor Konrad Huber vom Kultusministerium unterstrich in seiner Eröffnungsrede, wie wichtig es sei, die Jugendlichen auf ihrer Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz aktiv zu begleiten.

Die AMH bietet den Schülerinnen „ein Messe, die Bayern weit Vorbilder sucht“, lobte Huber. Heinz Gascha, Leiter der Mädchenrealschule strahlte bei diesen Worten über das ganze Gesicht. War es doch seine Idee, eine Ausbildungsmesse in Hohenburg ins Leben zu rufen. Voller Dankbarkeit überreichte er Otto Ziegler einen reichhaltigen Geschenkkorb, der für die nächsten Jahre die Messeorganisation an Johannes Jodlbauer weitergibt. „Johannes Jodlbauer durfte in diesem Jahr die Handschrift von Otto Ziegler kennenlernen und ist ein würdiger Nachfolger vom diesjährigen Messeleiter, der diese Idee so erfolgreich umgesetzt hat“, so Gascha.

Um das Thema Nachfolge ging es auch in der Rede von Hubert Schöffmann, dem stellvertretenden Geschäftsführer der IHK München und Oberbayern.

„Die Rahmenbedingungen für einen guten Start ins Berufsleben stehen im Moment auf Grün“, findet Schöffmann. 2000 Ausbildungsplätze wurden im letzten Jahr nicht besetzt, Bayern grenzt mit einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent an einer Vollbeschäftigung.“

Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber ist in seiner Rede auf die aktuelle Diskussion über das Thema Anwerbung von ausländischen Auszubildenden eingegangen. Bachhuber bezog Stellung und sprach sich gegen Werbekampagnen im Ausland aus, um bulgarische Auszubildende nach Bayern zu bringen. Stattdessen will er „ Ausbildungsplätze vor der Haustür und ein richtiges Bildungsangebot“. Weindl bestätigt die Meinung von Bachhuber und bedankte sich gleichzeitig bei den vielen Betrieben im Landkreis, die auch „in den schlechten Wirtschaftsjahren Lehrlinge beschäftigen und den Jugendlichen eine langfristige Perspektive bieten.“ Er eröffnete die Messe mit einem Schnitt durch das blauweiße Band und einem Lächeln an die Damen aus der 10ten Klasse.

Die 2000 Besucher haben das Angebot genützt, um Gespräche mit den Personalverantwortlichen der wichtigsten Firmen in der Region zu führen. Sie haben sich über Weiterbildungsmöglichkeiten informiert und besuchten die Workshops zum Thema Tipps und Tricks für die Bewerbung von der AOK, sowie das Angebot des Arbeitsamtes.

Die guten Bedingungen, vor allem keine Standgebühr, die Otto Ziegler für die Betriebe schafft, sind seit 6 Jahren der Grund, warum die Unternehmen immer wieder nach Hohenburg kommen. Manche Aussteller erinnern die Schülerinnen jedes Jahr an Bewerbungsfristen, an Praktika und den richtigen Zeitpunkt, die Bewerbungsmappe einzureichen.

Auch für das leibliche Wohl wurde auf der Messe mit Getränken, Gegrilltem, Kaffee und Kuchen gesorgt.

Pressemitteilung vom 03.06.11

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