Ai Weiwei auf Hohenburg

Seit Mitte 2018 befindet sich der chinesische Künstler Ai Weiwei in den Räumen der Hohenburger Schulen.

Nein, er ist es natürlich nicht persönlich sondern eine Bronzeskulptur, die der Landshuter Künstler Richard Hillinger im Jahre 2012 angefertigt hat. Die Figur reiste bis jetzt an viele verschiedene Orte, an denen sie ausgestellt wurde: im Völkerkundemuseum in München, im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg und in der Universität Jena – um nur einige zu nennen. Der Künstler Ai Weiwei ist weltbekannt und das nicht nur wegen seiner Kunst. Für seinen Einsatz für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und gegen Umweltzerstörung in seiner Heimat, hat er unter einer Vielzahl von Repressalien zu leiden, die die Weltöffentlichkeit alarmieren.

 

Schülerinnen der Realschule haben sich im Rahmen der Projekttage mit dem Schicksal des chinesischen Künstlers auseinandergesetzt und die Figur an verschiedenen Orten, zu denen die Mädchen einen besonderen Bezug haben, fotografiert. Am Ende entstand eine Collage aus den Fotos, die die Skulptur aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln zeigt. Das Geflecht aus bunten Strohhalmen symbolisiert Ängste und Hoffnungen und hat in jüngster Zeit den aktuellen Bezug zum Plastikmüll, der die Umwelt belastet, erhalten. Auch dies stellt einen Bezug zu unseren Schulen her, die sich als Umweltschulen profilieren wollen.

 

Der Friedensaktivist Richard Hillinger hatte Ai Weiwei im Jahre 2012 getroffen und setzt sich aktiv für die Freiheit der Kunst und des Wortes ein. Die wandernde Skulptur soll darin erinnern, dass auch bei uns die Freiheit der Kunst nicht immer selbstverständlich war.

 

Richard Schürger

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