Comenius-Meeting in Rumänien

Nachdem uns bereits im Mai dieses Jahres ca. 25 Schüler aus verschiedenen europäischen Ländern besucht hatten, ging es nun Anfang Oktober für fünf unserer Schülerinnen zum Comenius-Treffen nach Rumänien, genauer gesagt in das kleine Örtchen Melinești. Nachdem uns das Taxi frühmorgens in Bad Tölz und Umgebung eingesammelt hatte, ging es direkt zum Flughafen und schon nach zwei Stunden landeten wir in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Dort wurden wir auch sofort typisch rumänisch bewirtet, was vor allem viel Fleisch bedeutet. Das bekam besonders Frau Schweiger zu spüren, deren vegetarischer Salat zum allergrößten Teil aus Hühnchen bestand.

 

ComeniusTreffen in Rumaenien

Nach einer Busrundfahrt durch Bukarest, bei der wir unter anderem den Parlamentspalast sahen (das größte Gebäude Europas mit 5100 Räumen), machten wir uns auf den Weg in unsere erste Unterkunft nach Sinaia. Bereits auf dem Weg dorthin zeigten uns die rumänischen Schüler mit für unsere Ohren eher ungewöhnlicher Musik, wie gut sie feiern und tanzen können. In Sinaia besichtigten wir am nächsten Tag das Schloss Peleș, das um 1880 für den rumänischen König Carol I. erbaut wurde. Im Schloss konnten wir viele deutsche Inschriften und Bücher entdecken, da der König deutsche Wurzeln hatte. Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Schloss Bran, dem „Draculaschloss“. Neben dem Schloss gab es dort auch einen kleinen Markt zum Shoppen und die unerschrockenen konnten zusammen durch „Dracula's Horror House“ gehen, während sie die weniger mutigen auf Monitoren beim Kreischen beobachten konnten. Dann ging es zu unserem Hauptziel, dem Städtchen Melinești in der Nähe von Craiova, wo die Schülerinnen von Ihren Gastfamilien in Empfang genommen wurden. Nach einer kurzen Nacht trafen sich alle wieder im Bus, denn für den dritten Tag hatten wir wieder ein pralles Programm auf dem Plan. Auf der Busfahrt berichteten sich die Mädchen gegenseitig von ihren Eindrücken in den Gastfamilien, und aufgrund der Armut in großen Teilen der rumänischen Bevölkerung erschienen plötzlich die kleinen Probleme zuhause in Deutschland eher nebensächlich.

Zuerst besichtigten wir ein rumänisch-orthodoxes Kloster, dann ging es zum Essen in die Stadt Târgu Jiu. Dort machten wir im Anschluss einen Spaziergang durch den Park der Skulpturen (die meisten Fotos entstanden am „Gate of Kiss“) bevor es in eine Töpferei weiterging, in der uns gezeigt wurde, wie typisch rumänische Tonwaren hergestellt werden. Spät am Abend erreichten wir wieder unseren Ausgangsort, gerade rechtzeitig für den Partyabend der Schüler und den traditionellen Abend der Lehrkräfte. Am Samstag präsentierten die Schülergruppen vormittags ihre Videos zum Thema „Hauptgericht mit Fleisch“, dann ging es für eine kurze Stadtbesichtigung und – natürlich am wichtigsten – zum Shoppen in die nächste größere Stadt Craiova. Zum Glück ging es an diesem Tag früher zurück in die Unterkünfte, denn am nächsten Tag mussten wir bereits um sechs Uhr morgens aufstehen, um das Flugzeug in Bukarest zu erreichen. Der tränenreiche Abschied zeigte, wie auch in kurzer Zeit und über Sprachbarrieren hinweg Freundschaften entstehen können.

 

Stefan Weber

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