MINTensive Tage in und um München

Endlich! Am 8.05.2019 ging es für uns los, ab auf die MINT-Tage mit Frau Donaubauer. Als auch die Letzte in Reichersbeuern in die BOB zugestiegen war und es sich bequem gemacht hatte, waren wir elf Mädels startklar und voller Begeisterung. Erstes Ziel war München, um den Botanischen Garten zu erkunden. Unsere Koffer haben wir vor Ort in großen Schließfächern verstaut, um danach eine erste Erkundung durch den Garten zu starten. Bei bayerischem Aprilwetter ein Genuss! Schwerpunkt waren die Frühblüher und das Alpinarium. Nach einer ausgiebigen Pause im Freien, gab es dann eine Führung durch das Gewächshaus. Dabei haben wir viele verschiedene Klimazonen mit den unterschiedlichsten Pflanzen kennengelernt und viele interessante Fakten über die Botanik gelernt, wie beispielsweise, dass es in der afrikanischen Wüste hauptsächlich Aloe-Pflanzen gibt, die Wasser für Trockenzeiten im Inneren speichern können. In der amerikanischen Wüste dagegen wachsen vorwiegend Kakteen. Die „lebenden Steine“ zu finden, war auch gar nicht leicht. Nachdem wir gelernt hatten, wie sich die Pflanzen vor Wasserverlust in der Wüste schützen können, betrachteten wir auch Pflanzen des Regenwaldes genauer. Diese haben mit ganz anderen Problemen zu kämpfen...  Nach so viel Theorie in den Gewächshäusern freuten wir uns selbst Hand anlegen zu dürfen. So war das Mikroskopieren ein krönender Abschluss: Wir durften verschiedenste Pflanzenteile in starker Vergrößerung betrachten und fotografieren. Dabei konnten wir auch die sehr feinen Haare auf der Blattoberfläche selbst sehen. So viel Input verlangte nach einer Erholungspause; die bekamen wir am Nachmittag in unserem Hotel. Den Abend haben wir schließlich in einem mexikanischen Restaurant ausklingen lassen. Der erste Tag wurde mit viel neuem Wissen und vollen Bäuchen abgeschlossen und wir waren alle froh, als wir uns in die Betten fallen lassen konnten.

 

Für einen guten Start in den nächsten Tag begannen wird schon am frühen Morgen mit Yoga. Nach einem kräftigen Frühstück und einer kurzen Busfahrt kamen wir an der Technischen Universität München an. Nach einer ausführlichen Einführung in die Campusstruktur führte uns Herr Dr. Kratzer in das Labor, in dem wir den Tag verbringen durften. Anhand zwei verschiedener Versuche konnten wir uns intensiv mit der Optik beschäftigen. Im ersten wurde die Brennweite von Linsen errechnet und Phänomene der Lichtbrechung erforscht. Im zweiten durften wir mit einem Laser arbeiten und uns an Interferenzmuster und deren Beeinflussung versuchen. Alleine das Einstellen erforderte schon sehr viel Fingerspitzengefühl! Nach dem Mittagessen durften wir noch unsere Versuche beenden und eine Rutsche, die wie eine Parabel aussah, herunterrutschen. Etwas Freizeit in München und eine kleine Stadtführung war besonders aufregend, obwohl uns das Wetter nicht immer gesonnen war und einmal plötzlich von Sonnenschein auf Hagel umschlug. Danach gingen wir noch sehr leckere Kreissegmente (=Pizza) essen und der Kirschsaft schmeckte dort besonders gut. Der Tag wurde so wunderbar abgerundet und wir konnten uns auf den nächsten Tag freuen.

 

Am letzten Tag der MINT-Woche besuchten wird das Max-Planck-Institut für Quantenoptik im Forschungszentrum Garching. Nach der Begrüßung durch Frau Dr. Stähler-Schöpf haben wir eine Laborbesichtigung unternommen und den Aufbau eines Lasers besprochen. Nach einer kleinen Sicherheitseinweisung durften wir im Schülerlabor selbst Experimente durchführen. Dabei standen uns viele Versuche zur Auswahl. Ein kleiner Einblick: Anhand eines Absorptionsversuchs waren wir in der Lage herauszufinden, wie viel Zucker in Cola light enthalten ist. Wir identifizierten Edelgase anhand ihres Spektrums und durften mittels eines Lasers die Dicke unserer Haare bestimmen. Schlussendlich durften wir mit Frau Dr. Stähler-Schöpf sogar einen Blick in einen Laser mit aktivem Lasermedium werfen. So fasziniert von den Möglichkeiten der Lasertechnologie besichtigten wir nach der Mittagspause die Laser-Ausstellung im „Supernova“ Planetarium. Natürlich besuchten wir auch eine Vorführung in diesem nagelneuen Planetarium. Nach dem interessanten Einblick in unser Sternensystem traten wir den Heimweg an.

 

Schülerinnen der Klasse 9a

 

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