Vorlesetag – eine Lesung für die achten Klassen

„Ich denke wirklich, dass Lesen genauso wichtig ist wie Schreiben, wenn man versucht, ein Autor zu sein. Denn es ist die einzige Lehre, die wir haben, es ist die einzige Möglichkeit zu lernen, wie man eine Geschichte schreibt.“

Mit der Übersetzung eines Zitats ihres Lieblingsautors John Green (Das Schicksal ist ein mieser Verräter) traf die ambitionierte und talentierte Jungautorin Michaela Vetter der Q11 des Gymnasiums Hohenburg den Nagel auf den Kopf: Ihre Lesung vor den achten Klassen der Realschule sowie des Gymnasiums Hohenburg am internationalen Vorlesetag (16.11.2018) beeindruckte die Schülerinnen und anwesenden Lehrkräfte gleichermaßen.

Rasch war zu Beginn der dritten Stunde in der vollbesetzten Aula Ruhe eingekehrt, denn alle lauschten gebannt, was die selbst verfassten Werke einer nur wenigen Jahre älteren Schülerin zu bieten hatten – so einiges, wie sich kurze Zeit später herausstellte. Kaum hatte jene die ersten Zeilen ihrer Kurzgeschichte „Maggie“ vorgelesen, war deutlich zu spüren, wie sich das Publikum von dem doch sehr turbulenten Leben des gleichnamigen Mädchens mit-reißen ließ. Auch für Passagen aus ihren Büchern „Blutmond“ und „Wo die Straßen keine Namen haben“ brandete immer wieder begeisterter Applaus auf. Ihre Faszination für das Schreiben entdeckte die Schülerin bereits im zarten Grundschulalter, als sie ihr erstes Buch „Duftein-Grunzi und Mubu“ schrieb. Auch Hobbyautorinnen aus dem Publikum berichteten von eigenen Erfahrungen und ersten Schreibversuchen. Um diese Mädchen auch weiterhin zu motivieren und die Begeisterung für das Lesen und Vorlesen lebendig zu halten, entließ die Jungautorin die Achtklässlerinnen - wiederum mit einem Zitat von John Green - in die Pause:

„Schreiben, oder zumindest gutes Schreiben, ist ein Auswuchs dieses Drangs, Sprache zu benutzen, um komplexe Ideen und Erfahrungen zwischen Leuten zu übermitteln. Und es ist wahr, dass, egal, ob man Shakespeare oder schlechte Vampir-Fiktion liest – lesen immer eine Handlung von Einfühlen ist. Es bedeutet immer, sich vorzustellen, wie es ist, jemand anderes zu sein.“

 

K. Kretschmer

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